Materialoptimierung in der Blechverarbeitung

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Ein blechverarbeitendes Unternehmen haben wir zuletzt im Bereich der Materialoptimierung beraten. Effektive Materialnutzung ist in der metallverarbeitenden Industrie ein unverzichtbarer logistischer Schritt im Auftragsbearbeitungsprozess. Unser Ziel war eine Kostenreduzierung durch entsprechende Materialreduzierung. Das Unternehmen sollte das Maximum aus seinem Produktionsprozess herausholen und auftretende Schwachstellen erkennen.

Ist-Situation: Ungenaue Angaben über aktuelle Materialbestände

Beim Zerschneiden von Blechplatten entstehen stets Reste, sogenannte Konturen. Diese werden nicht direkt entsorgt, sondern gesondert gelagert. Bei jedem neuen Auftrag werden die Konturen von einem Mitarbeiter geprüft, der entscheidet, ob diese sich für den jeweiligen Auftrag noch einmal verwenden lassen. Das derzeitige Lager eignet sich allerdings nur bedingt für das schnelle Auffinden von geeigneten Konturen. Oft wird vieles von Hand abgezählt und somit auch doppelt erfasst. Andere Metallreste wiederum sind eventuell geeignet, werden aber nicht gefunden. Es entstehen vergleichsweise hohe Personalkosten und ein entsprechender Organisationsaufwand, wenn es um die Bestimmung der jeweiligen Reste geht.

Die Lösung: Lagersoftware zur Optimierung der Verarbeitungsprozesse

Wir lösten dieses organisatorische Problem durch eine gezielte Stoffstromanalyse. Auf diese Weise konnten wir herausfinden, bei welchem Schnitt Material verbraucht wurde. Unsere Lösung war eine spezielle Lagersoftware, welche die Bestände analysiert hat. So wurden die Konturen für weitere Aufträge untersucht. Zeitgleich warfen wir einen Blick auf die Bearbeitung durch die Brennschneidemaschinen. So konnte die Verarbeitung der Blechplatten und Konturen untersucht werden. Zu diesem Zwecke wurde die Lagersoftware mit den Brennschneidemaschinen und dem Lagerbestand an Konturen verknüpft. Damit wird die passende Kontur nun direkt für die jeweilige Brennschneidemaschine ausgewählt.

Längerfristig gedenken wir, auf diese Weise die Materialkosten deutlich zu senken. Aktuell liegen die Kosten des Lagerbestandes bei rund 2 Millionen Euro. Durch die softwarebasierte Optimierung kommt es zu einer Ersparnis von mindestens 10 % beim Zuschnitt. Das entspricht einer jährlichen Ersparnis von ca. 200.000 Euro.

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